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Schädlinge in Neubauten


Nicht selten werden Neubauten durch massenhaftes Auftreten kleiner Schädlinge unbewohnbar. Wie kommt es dazu? Was ist zu tun?

Fast täglich verirren sich kleine Insekten oder Milben in Häuser. Sie verenden meistens, bevor sie auffallen. Zur explosionsartigen Vermehrung kommt es aber, wenn sie optimale Lebensbedingungen vorfinden. Das ist der Fall bei den sogenannten „Schimmelfressern“ in Neubauten.

Hier finden sie reichlich Nahrung, die ständig nachwächst, Schutz vor natürlichen Feinden und Kälte, hohe Luftfeuchtigkeit und Wärme. Zu den Schimmelfressern gehören einige sonst nur im Freien vorkommenden Milben, Moderkäfer, Springschwänze und Flechtlinge (Bücherläuse bzw. Staubläuse) - kurz, die „Feuchtraumfauna“. Mit Mörtel, Putz und besonders Beton wird enorm viel Wasser in den Bau gebracht. Das Austrocknen dauert geraume Zeit und wird verzögert, wenn z. B. im Winter bei geschlossenen Fenstern im Bau gearbeitet wird, wenn Fußbodenbeläge zu früh verlegt werden und wenn der Bau zu früh bezogen wird.

Durch hohe Luftfeuchtigkeit bildet sich Schimmel an allen organischen Materialien, also an Dämmstoffen mit vegetabilischen Bestandteilen, an Stroh, Seegras, Hanf, Jute, Papier, Filz, Pappe, Linoleum, Holz und Klebern sowie Kleister. Hauptbefallsstellen sind regelmäßig die Scheuerleisten bzw. die Fußbodenränder, speziell bei dampfundurchlässigen Bodenbelägen.

Ist der Bau hinreichend trocken, bricht die Plage stets von selbst zusammen. Man kann das durch starkes Heizen bei gleichzeitigem Lüften beschleunigen. Scheuer- leisten sollte man entfernen und den Bodenbelag wenigstens am Rand hochheben. Einbauschränke sind abzurücken und zu öffnen.

Chemische Bekämpfungsmittel haben erfahrungsgemäß nur lindernde Wirkung und sind darum wiederholt anzuwenden. Sie sollten kein Wasser enthalten.

Nicht zur Feuchtraumfauna gehören die rötlichen Grasmilben. Sie laufen meist an besonnten Hauswänden hoch und dringen in Massen durch Fenster etc. ein. Die Entwicklung ist aber nur im Freien möglich. Eine spezielle Bekämpfungsanleitung für Grasmilben wird auf Wunsch übersandt.

Bild- und Textquelle: Frowein